Traunsee zeigt EM – Teilnehmern vorerst weiter kalte Schulter

Auch am Morgen des dritten Tag der Yngling – EM präsentierte sich die Gegend um den Traunsee nicht von seiner besten Seite. Die Wetterlage erinnert eher an einen kühlen Herbsttag und der Wind ließ sich weiter bitten.

Endlich Wind – erste Wettfahrt gestartet

Doch gegen die Mittagszeit war schließlich am Ostufer segelbarer Südwind erkennbar und der Wettfahrleiter konnte um 11:40 die erste Wettfahrt starten.
Zu Beginn dieser behauptete nach perfektem Start noch ein österreichisches Boot mit dem Steuermann Stefan Frauscher die Führung, musste diese auf dem Kreuzschlag der 2. Runde jedoch an die ausgezeichnet segelnde niederländische Crew rund um den Steuermann Kit Kattenberg abgeben. Die Niederländer ließen sich diese auch nicht mehr abnehmen und segelten mit etlichen Bootslängen Vorsprung zum Sieg. Der für den Union Yacht Club Wolfgangsee segelnde Jörg Moser wurde vor Stefan Frauscher schließlich Zweiter.

Westwind setzt sich durch – weitere Wettfahrten möglich

Der Wind hatte in der Zwischenzeit auf West gedreht und der Wettfahrtleiter Helmut Czasny lies die Bojen entsprechend umlegen und konnte bald darauf die 2. Wettfahrt starten.

Hier bot sich ein ähnliches Bild. Stefan Frauscher nutzte seine Revierkenntnisse bestens aus, ging bald in Führung und behielt diese bis zum zweiten Kreuzschlag. Dort konnte der als einer der Mitfavoriten für den EM-Titel gestartete Niederländer Maarten Jamin, der die erste Wettfahrt als 5. Beendet hatte, jedoch den drehenden Westwind am besten nutzen und ging schließlich als Sieger vor Stefan Frauscher ins Ziel. Wieder war Jörg Moser mit der Crew AUT 286 ganz vorne dabei und beendete diese Wettfahrt als Dritter.

Der Niederländer Jamin fängt Frauscher knapp vor derLuvtonne ab

Harte Kämpfe um die Plazierungen bei den Verfolgern

Österreich und die Niederlande im engen Zweikampf

Damit liegen nach 2 Wettfahrten die gemischte Crew vom Union Yachtclub Traunsee und dem Segelclub Altmünster Crew um Stefan Frauscher und die Wolfgangseer Crew um Jörg Moser ex aequo mit jeweils 5 Punkten in Führung dicht gefolgt vom Niederländer Maarten Jamin, der nur einen Punkt zurück liegt. An 4. Stelle ebenfalls ein niederländisches Boot mit der Crew um Steuermann Edwin Kooyman.

Für Spannung bei den kommenden Wettfahrten ist also gesorgt.

Der Wettkampf spitzt sich zu

Vor der dritten Wettfahrt verlegte der Wettfahrtleiter das Feld aufgrund der Windsituation weiter nach Norden Richtung Gmundner Bucht.

Und nach der Absolvierung dieser bleibt es weiter sehr spannend, da die Favoriten der ersten beiden Wettfahrten sich die Spitzenplätze wieder untereinander ausmachten.
Zwar konnte der in der Gesamtwertung schon etwas zurückliegende Deutsche Robert Stanjek mit seiner Crew des Bootes GER 296 diese Wettfahrt gewinnen, aber unmittelbar dahinter platzierten sich wieder Maarten Jamin und Stefan Frauscher auf den Plätzen zwei und drei. Die Wolfganger Crew um Jörg Moser ersegelte den 5. Rang und belegt damit nach drei Wettfahrten hinter den niederländischen Seglern, die sich die Führung zurückholten, und den mit den Leadern punktegleichen Stefan Frauscher mit 2 Punkten Abstand den 3. Platz.

Und von dem Teilnehmern wird am heutigen Tag alles abverlangt und auch die 4. Wettfahrt gestartet.

Erneuter Führungswechsel

Die Crew AUT 369 mit Stefan Frauscher, Josef Weinhofer und Christian Spießberger behielt nach dem langen Segeltag die Nerven und sicherte sich mit dem Sieg in der 4. Wettfahrt auch den Tagessieg.
Nachdem die Crew NED 335 mit Maarten Jamin bei dieser Wettfahrt den 8. Rang belegte und auch die Wolfganger Crew mit Jörg Moser über den 11. Platz nicht hinauskam, konnte der Lokalmatador sich ein wenig absetzen und führt nun mit 5 Punkten Vorsprung auf die niederländische, und mit 12 Punkten Vorsprung auf die Wolfganger das Feld an.

Gültige Europameisterschaft

Mit der Durchführung der 4. Wettfahrt ist eine gültige EM gesichert.
Aber wer den Titel schlussendlich davontragen wird, wird der morgige letzte Tag der EM zeigen, an dem hoffentlich der Traunsee wieder Einsehen mit den teilweise von sehr weit angereisten Teilnehmern hat und sich von der windigen Seite zeigt.

Übrigens wussten Sie schon:
Die Yngling besitzt neben der Regattafähigkeit auch hervorragende Eigenschaften als Familienboot. Nicht kenterbar, höchst See- und Wettertauglichkeit und gepaart mit ihrer einfachen Handhabung eignet sich die Yngling auch bestens für Ausfahrten mit der Familie.

(c) Andreas Putz